„Nur“ egoistisch oder schon ein Narzisst? Umgang mit toxischen Menschen in Familie und Partnerschaft
„Nur“ egoistisch oder schon ein Narzisst?
Psychotherapeutin Anne Johne über toxische Nähe in Familie und Partnerschaft, emotionale Abhängigkeit und den Weg zurück zu sich selbst.
Nicht jede schwierige, selbstbezogene oder rücksichtslose Person ist automatisch narzisstisch. Doch wo liegt die Grenze zwischen Egoismus, narzisstischen Zügen und einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung? Und was können wir tun, wenn ein Elternteil, Partner, Geschwisterkind oder erwachsenes Kind uns dauerhaft verunsichert, abwertet oder emotional erschöpft?
In dieser Folge des VITAL Podcasts spricht Moderatorin Clarissa Correa da Silva mit der Psychotherapeutin und Autorin Anne Johne über Narzissmus in Familie und Partnerschaft. Es geht um Manipulation, Gaslighting, Schuldumkehr und den „unsichtbaren Käfig“, in dem sich Betroffene gefangen fühlen können – aber vor allem um Orientierung, Selbstschutz und Hoffnung.
Anne Johne erklärt, warum der Begriff „Narzisst“ im Alltag oft zu schnell verwendet wird: Narzisstische Züge gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen; eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist davon klar zu unterscheiden. Entscheidend ist nicht die schnelle Diagnose, sondern die Frage: Wie wirkt diese Beziehung auf mich? Fühle ich mich gesehen, sicher und respektiert – oder werde ich immer kleiner, unsicherer und erschöpfter?